Die größten Deutschen Naturschutzgebiete

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe an einzigartigen Landschaften, Biotopen uns Landeszügen. Kein Wunder also, dass hier besonderen Wert auf deren Erhaltung gelegt wird. Ein Naturschutzgebiet muss laut Gesetz entweder der Erhaltung bestimmter Lebewesen dienen, wissenschaftlich oder naturgeschichtlich besonders relevant sein oder besondere Eigenarten bieten, um unter Naturschutz gestellt zu werden. Insgesamt werden in Deutschland über 1,3 Millionen Hektar geschützt.

Nordfriesisches Wattenmeer

Naturschutzgebiet_Erlensteg_von_BieberDas Wattenmeer in Nordfriesland ist mit 136.570 Hektar das größte Naturschutzgebiet der Bundesrepublik. Seit dem Jahr 1982, in dem mehrere geschützte Regionen zusammengefasst wurden, erstreckt es sich vom Landesschutzdeich auf Eiderstedt bis nach Sylt. Das Wattenmeer bietet einer Vielzahl von Schnecken, Würmern, Krebsen, Vögeln und Robben einen optimalen Lebensraum. Der bekannteste Vertreter ist sicherlich der Wattwurm. Deshalb kümmern sich zahlreiche Naturschutzvereine aus der Region um die Erhaltung und Pflege des Biotops.

Naturschutzgebiet Ammergebirge

Dieses 28.876 Hektar große Gebiet erstreckt sich über Oberbayern und Schwaben. Es deckt einen Großteil der Ammergauer Alpen ab. Aufgrund der vielen Seen und Moore der Region sind hier einige seltene Pflanzenarten, wie zum Beispiel die Eisglöckchen und die Monte-Baldo-Segge beheimatet. Gegenwärtig wird erwogen, aus dem Ammergebirge einen Naturpark zu machen. Auch seltene Baumarten, wie die Spirke, wachten hier. Dies liegt am sich ständig bewegenden Friedergries. Auch die Waldgesellschaften von Schlucht- und Blockwäldern, sowie von Buntreitgras-Kiefernwäldern sind einzigartig und sorgen für eine vielfältige Flora.

Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide ist wohl eines der bekanntesten und zugleich ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Auf insgesamt 23.437 Hektar befinden sich vorrangig Misch- und Kiefernwälder und Heiden. Geografisch liegt es zwischen den Städten Hanstedt und Bispingen, Neben einer vielfältigen Flora ist hier auch das Birkhuhn beheimatet. Des Weiteren wurde in der Lüneburger Heide auch erstmalig seit langer Zeit ein Wolf gesichtet. Auch, wenn ab Mitte des 20. Jahrhunderts die britischen und kanadischen Truppen einen Teil des Naturschutzgebietes als Übungsgelände nutzten, ist der Zustand dessen trotzdem als gut einzustufen.