Geschützte Tierarten

Laut dem Bundesamt für Naturschutz stehen mittlerweile fast 500 Arten, welche in Deutschland heimisch sind, unter Naturschutz. Die größten Anteile entfallen hier auf Schmetterlinge und Vogelarten. Jedoch gilt der Allgemeine Artenschutz hierzulande für jedes wild lebende Lebewesen: Ohne Grund darf man nämlich keines fangen oder verletzen. Die Arten, die gefährdet sind, stehen unter “strengem Schutz”. Hier sollen einige Beispiele für streng geschützte Arten gegeben werden.

Weißstorch

stork-838418_960_720Der Bestand an Weißstörchen erholt sich glücklicherweise seit etwa 30 Jahren wieder. Mitte der 80er-Jahre wurden bei der alljährlichen Storchenzählung nur knapp 3.000 Paare deutschlandweit gesichtet, was dem Tiefstand entspricht. Seitdem wurden Maßnahmen ergriffen, um die Brutplätze zu schützen und die Population zu vergrößern.

Feldhamster

Noch vor 60 Jahren war der Feldhamster eine Plage der Landwirtschaft. Dies ging sogar so weit, dass Prämien für erlegte Tiere gezahlt wurden. Durch die industrialisierten Ernteverfahren, die Isolation der Lebensräume, sowie aufgrund der Bebauung im ländlichen Bereich hat sich dies jedoch stark verändert – im Großteil Deutschlands gilt der Feldhamster als “vom Aussterben bedroht”. Auch die Tierfellindustrie hat ihren Teil dazu beigetragen, dass diese Art nicht mehr häufig vorkommt.

Apollofalter

Diese Schmetterlingsart steht in Deutschland seit 1936 unter Naturschutz. Auf mehreren Roten Listen wird diese Art als gefährdet eingestuft. Der Apollofalter zog sich in den letzten 100 Jahren aus vielen Verbreitungsgebieten zurück, da diese durch Aufforstung und das Versprühen von Insektengiften im landwirtschaftlichen Bereich nicht mehr bewohnbar waren. Auch der Straßenbau zerstörte viele Verbreitungsgebiete dieser Art.

Gelber Frauenschuh

Diese Pflanzengattung gehört zur Familie der Orchideen. Die Ursache für die Gefährdung liegt hauptsächlich in der Aufforstung der Wälder. Auch Touristen, die die wenigen Verbreitungsgebiete aufsuchen, tragen dazu bei: Durch sie wird der Boden platt getreten und die jungen Triebe können sich nicht entwickeln. Desweiteren kommt es oft vor, dass Hobbygärtner wilde Exemplare ausgraben und mit in den eigenen Garten nehmen, wo diese dann meist zu Grunde gehen.