Naturschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern

Aufgrund der zahlreichen Seen, Moore und der fruchtbaren Erde dieser Region sind im Laufe der Zeit zahlreiche Naturschutzgebiete entstanden. Hier soll ein Überblick über die Bedeutendsten gegeben werden.

Langenhägener Seewiesen

640px-Langenhagen_Langenhaegener_Seewiesen_2008-03-26_056Hierbei handelt es sich um eines der bekanntesten Naturschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Benannt sind die Langenhägener Seewiesen nach dem angrenzenden Ort Langenhagen im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Insgesamt umfasst das Feuchtgebiet etwa 157 Hektar und bietet zahleichen Tierarten einen ausgewogenen Lebensraum.

Hier sind vor Allem Kraniche, Otter und diverse Krötenarten ansässig. Doch auch Kormorane, See- und Fischadler und Lachmöwen suchen hier nach Nahrung.

Seit dem Jahr 1992 wird dieses Gebiet durch den Förderverein Langenhägener Seewiesen gepflegt und erhalten. 2009 erhielten die Langenhägener Seewiesen besondere Aufmerksamkeit, da sie als Außenstandort für die Bundesgartenschau genutzt wurden.

Anklamer Stadtbruch

In der Nähe von Rosenhagen findet man diese – hauptsächlich von Mooren gekennzeichnete – 1461 Hektar große Landschaft. Nach jahrelanger Nutzung des Gebietes ab dem 16. Jahrhundert wurde es im Jahr 1934 unter Naturschutz gestellt, um eine Moorlandschaft zu entwickeln.

Seitdem sind hier Fischotter, Biber und zahlreiche Vogelarten heimisch. Auch eine bemerkendwert große Vielfalt an Schmetterlingen hat sich im Laufe der Jahre hier entwickelt.

Dambecker Seen

Im Norden Schwerins liegt dieses 204 Hektar große Naturschutzgebiet, was aus dem Großen und dem Kleinen Dambecker See besteht. Seit dem Jahr 1947 steht das Gebiet unter Naturschutz, da hier zahlreiche Vogelarten jährlich rasten und brüten. Darunter befinden sich die Rohrdommel, das Tüpfelsumpfhuhn und der Schilfrohrsänger. Im Süden dieses Naturschutzgebietes grenzt das Drispether Moor, welchen widerum ein eigenes Naturschutzgebiet darstellt.

Fischteiche in der Lewitz

Im Westen des Bundeslandes – genauer gesagt bei Lewitz – befinden sich die danach benannten Fischteiche. Das komplette Gebiet misst eine Fläche von 1767 Hektar und steht seit 1938 unter Naturschutz. Der Grund dafür ist, dass die zahlreichen Fischbestände eine lebenswichtige Nahrungsquelle für zum Teil vom Aussterben bedrohte Vogelarten darstellen. Doch auch für verschiedene Arten von Froschlurchen ist das Gebiet wichtig: Die Fischteiche in der Lewitz stellen ein ideales Laichgebiet dar.