Der Wolf ist wieder da

Auch wenn viele Legenden und Märchen den Wolf als gefährliches Tier darstellen, so ist er doch Teil der Tierwelt in Europa und deshalb auch in Deutschland wieder angesiedelt worden. Tatsächlich sind Wölfe eher scheu und vermeiden Kontakt mit dem Menschen. Allerdings streunen sie durch große Reviere und hier kann es passieren, dass sie vor allem in Schafherden den einen oder anderen Leckerbissen finden.

In Deutschland leben mittlerweile 46 Wolfsrudel, und nur wer sie einmal gesehen hat, kann ein tieferes Verständnis entwickeln, warum sie friedlich und wichtig sind. Wolfsbeobachtungen sind zu einem beliebten Wochenendvergnügen geworden. Dabei geht man mit Jägern auf die Pirsch, allerdings mit einem Fernrohr statt einem Gewehr. Ob man den Wolf sieht oder nicht, ist oft Glückssache. Viele Menschen spielen casino Spiele um einen gewissen Kick zu bekommen. Ähnlich ist das beim Wölfe beobachten: Wenn man einen oder gar ein ganzes Rudel sehen kann, dann ist das wie ein Jackpot bei einem Glücksspielautomat.

Mittlerweile geht man von über 130 erwachsenen Tieren aus, die deutsche Wälder durchstreifen. Dass man per Zufall einen Wolf von Nahem sieht, wenn man im Wald spazieren geht, ist so gut wie ausgeschlossen. Dazu sind die Tiere zu scheu und wir Menschen machen zu viel Lärm. Sollte man dennoch einmal einem Wolf begegnen, dann gilt es Ruhe zu bewahren und Abstand zu halten. Wegrennen sollte man auf keinen Fall. Meistens wird der Wolf kurz Witterung aufnehmen und sich nach ein paar Minuten auf den Weg machen. Menschen gehören nicht zum Beuteschema.

Die meisten Wölfe in Deutschland sind in den Wäldern im Osten zu finden. Das erste Wolfspaar kam 2000 aus Polen, heute findet man Wölfe auch in Sachsen und im westlichen Niedersachsen sowie in Bayern. Theoretisch können sich die Wölfe wieder in ganz Deutschland ausbreiten, Platz wäre für knapp 400 Rudel. Allerdings muss man wohl noch immer Menschen die Angst vor dem (gar nicht bösen) Wolf nehmen.